Rückerstattung der Krankheitskosten

Anspruchsberechtigung

Die Krankheits- und Behinderungskosten können nur dann vergütet werden, wenn sie nicht bereits durch eine Versicherung (Krankenkasse, Unfall-, Haftpflicht- oder Invaliditätsversicherung, usw.) gedeckt sind.
Die Krankheits- und Behinderungskosten werden auf Grund einer vorherigen Berechnung der AHV/IV-Ergänzungsleistung (EL) zurückgezahlt.
Bei einem Recht auf EL, aufgrund eines Ausgabenüberschusses, werden die Krankheits- und Behinderungskosten ab der 1. Franken zurückgezahlt. Bei EL-Ablehnungen, aufgrund eines Einnahmeüberschusses, werden die Krankheits- und Behinderungskosten nach Abzug des Einnahmeüberschusses zurückgezahlt.

 

Arten der Kosten, die zurückgezahlt werden können

Zusätzlich zu den järhlichen Ergänzungsleistungen können sich Personen mit einem Anspruch auf EL folgende Kosten rückerstatten lassen :

  • Zahnbehandlung. (siehe auch Rubrik "Kosten für Zahnbehandlung");
  • Hilfe, Pflege und Betreuung zu Hause oder in Tagesstätten;
  • Mehrkosten für eine lebensnotwendige Diät;
  • Transport zum nächstgelegenen medizinischen Behandlungsort;
  • Kosten für Pflegehilfsmittel, wie die Miete eines elektrischen Pflegebettes;
  • Beteiligung an den Kosten der Krankenkasse (Selbsbehalt und Franchise) bis zum Betrag von jährlich CHF 1000.00;
  • ärztlich verordnete Badekuren und Aufenthalte zur Genesung und Erholung (Rekonvaleszenz), wobei ein Beitrag für Verpflegung abzuziehen ist.
  • Beteiligung an den Kosten der Versorgungen während eines Aufenthaltes in einem Heim bis zum Höchstbetrag von CHF 21.60 täglich.
  • Beteiligung an den Kosten der häusliche Pflege bis zum Höchstbetrag von CHF 5.00 täglich.

Eine Entschädigung an Familienangehörige, welche die Pflege übernehmen, ist möglich. Sie wird aber nur berücksichtigt, wenn diese durch die Pflege über längere Zeit das Einkommen stark oder ganz einbüssten.

Leisten Personen Hilfe oder Betreuung, die nicht im selben Haushalt leben (z. B. Nachbarn), so können Kosten bis zur Höhe von jährlich CHF 4'800.00 rückerstattet werden.

Wenn Krankheits- und Behinderungskosten nicht durch die EL zurückgezahlt werden können, kann ein Antrag an Pro Senectute oder an Pro Infirmis für eine eventuelle Hilfe vorgelegt werden.

Höchstbeträge, die zurückgezahlt werden können

Für die Krankheits- und Behinderungskosten können pro Jahr zusätzlich zu den Ergänzungsleistungen höchstens folgende Beträge vergütet werden :

Alleinstehende

CHF 25'000.00

Ehepaare

CHF 50'000.00

Heimbewohner

CHF   6'000.00

Für die Personen die zu Hause leben und ein Recht auf eine Hilflosenentschädigung der IV oder der Unfallversicherung haben ist bei schwerer Hilflosigkeit der Betrag auf CHF 90'000.00 und bei mittlerer Hilflosigkeit auf CHF 60'000.00 erhöht sofern die Beistands- und Versorgungkosten nicht von der Hilflosenentschädigung und der Assistenzbeitrag der IV gedeckt sind.

Kosten für Zahnbehandlung

Jede Person die Bezug auf Ergänzungsleistungen hat muss unbedingt sein Zahnarzt informieren. Die Kosten für eine Zahnbehandlung werden nur rückerstattet, wenn es sich um eine einfache, zweckmässige und wirtschaftliche Behandlung handelte und in der Schweiz von anerkannten Praktikern ausgeführt sind. Das am 1. Januar 2016 eingerichtete Verfahren soll richtig angewandt sein (voir pense-bête pour assistants-es dentaires). Es wird in der Tat eine aktive Teilnahme des Patient auf seine bukkale Gesundheit gefragt und es wird auf den bereits bestehenden Zustand berücksichtigt. Ausserdem um jede Nichtrückerstattung von den EL zu vermeiden muss vor der Erfüllung besondere Zahnbehandlungen (mehr als CHF 1'000.00)  ein detaillierte Kostenvoranschlag an der Ausgleichskasse vorgelegt werden.

Antrag

Die Rückerstattung der Krankheits-, Behinderungs- und Hilfsmittelskosten muss bei der Ausgleichskasse verlangt werden. Bei Empfang des Abzuges der Krankenversicherung in gewissen Fällen sogar die Rechnung, vollzieht sich die Rückerstattung wenn der Zeitraum zwischen Einrichtung und Empfang des Dokuments an der Ausgleichskasse nicht mehr als 15 Monaten beträgt. Sie können ausserdem nur für das Kalenderjahr zurückgezahlt werden, im Laufe dessen die Behandlung oder der Kauf stattgefunden hat, und soweit sie in der Schweiz verursacht worden sind.

Merkblatt

 

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt der Informationsstelle AHV :

 

 

Kontakt

032 952 11 11
prestations(at)ccju.ch

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